Kreis Minden-Lübbecke

115 Das Testament Die beste Form der Vorsorge – um sicherzustellen, dass Ihr Nachlass in Ihrem Sinne geregelt wird – ist das Testament. Zu unterscheiden ist das öffentliche und das eigenhändige Testament. Das öffentliche Tes- tament können Sie bei einemNotariat errichten. Hier erhalten Sie dann auch den entsprechenden fachli- chen Rat. Das Testament wird beim Amtsgericht hinterlegt. Zweifel über Formulierungen und Echtheit gibt es in diesem Fall nicht, da Ihr letzter Wille unmissverständ- lich und juristisch einwandfrei zum Ausdruck kommt. Das eigenhändige Testament können Sie jederzeit selbst und ohne Kosten errichten, es muss jedoch vollständig eigenhändig geschrieben und mit vol- lem Namen unterschrieben sein. Die Benutzung der Schreibmaschine oder des Computers macht das Tes- tament ungültig. Es sollten Datum und Ort der Nie- derschrift angegeben werden. Es empfiehlt sich auch bei einem handgeschriebenen Testament zuvor die Einholung eines fachlichen Ra- tes bei einem Notariat, um zu verhindern, dass das Testament durch eventuelle Formfehler ungültig wird. Damit das Testament nicht verloren geht, hinterlegen Sie es am besten bei dem für Sie zuständigen Amts- gericht. Entsprechende Adressen erhalten Sie aus den „Gelben Seiten“ oder im Internet. 7. Vorsorge, Betreuung und weitere wichtige Informationen In unserer heutigen Gesellschaft ist der Tod oft ein Tabuthema. Der Tod gehört jedoch mit zum Lebens- kreislauf und ist unvermeidbar. Daher ist es rat- sam, sich auch Gedanken zu dem Thema der eige- nen Bestattung zu machen. Dies ist sinnvoll, damit Sie einmal so Abschied nehmen, wie es Ihren eige- nen Vorstellungen entspricht. Regelungen für den Todesfall zu treffen bedeutet auch, die Hinterblie- benen zu entlasten. Der Verlust eines Menschen an sich ist sehr belas- tend für die Angehörigen und kann häufig seelische und finanzielle Nöte mit sich bringen. Damit in die- ser Situation die Angehörigen ihren klaren Willen für den Ablauf der Beisetzung erfahren, ist es sinnvoll, zu Lebzeiten Entscheidungen im Rahmen der Vorsorge für den Todesfall zu treffen. Vorsorge heißt hier: ■ ■ Verantwortung in eigener Sache übernehmen ■ ■ Notwendiges zu regeln ■ ■ Angehörige zu entlasten Sicher muss man sich mit diesen Fragen zunächst alleine beschäftigen und auseinander setzen, bevor man eine Fachberatung bzw. Hilfe in Anspruch nimmt. Einige mögliche Formen der Vorsorge sind nachfol- gend aufgeführt. 7.4 Vorsorge für den Todesfall →

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