Kreis Minden-Lübbecke

31 Die Pflege von Angehörigen gilt als ein erwartbares Lebensereignis, mit dem vor allem Menschen zwi- schen dem fünfundvierzigsten und sechzigsten Le- bensjahr konfrontiert werden, also zu einem Zeit- punkt, wo sie selbst im Erwerbsleben stehen und häufig Verantwortung tragen. Ca. 13% aller Beschäf- tigten eines Unternehmens haben heute im enge- ren oder weiteren Sinn zu Hause mit Pflege zu tun, Tendenz steigend. Die gelungene Vereinbarkeit von häuslicher Pflege und Berufstätigkeit liegt sowohl im Interesse der pflegenden Beschäftigten als auch deren Unternehmen. Die Beschäftigten möchten un- ter Beibehaltung ihrer Gesundheit und Lebensqua- lität den Anforderungen aus beiden Bereichen ih- res Lebens gerecht werden. Unternehmen möchten qualifizierte, motivierte und leistungsfähige Mitarbei­ terinnen und Mitarbeiter erhalten. Daher ist es wich- tig, dass beide Seiten offen mit dem Thema „Pflege“ umgehen und Maßnahmen ergreifen, die eine gelun- gene Vereinbarkeit fördern und damit den Interessen aller entgegenkommt. Pflegezeitgesetz Informationen zum Pflegezeitgesetz finden Sie auf den Seiten 32 und 101. 2.7 Vereinbarkeit von Pflege und Beruf So viele Tage pro Woche kümmern sich Angehörige um einen Pflegebedürftigen. Vollzeitjob Pflege: Zwei Drittel der pflegenden Angehörigen sind jeden Tag im Einsatz Quelle: Pflegestudie der Techniker Krankenkasse 2014 | Foto: © AOK-Mediendienst 65% 8% 11% 5% täglich 6 Tage 5 Tage 7% 4 Tage 3 Tage 1–2 Tage 3% → 2. Beratung und Information

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