Kreis Minden-Lübbecke

43 Altersgerechte Seniorenwohnungen Spezielle altersgerechte Wohnanlagen ermöglichen ein selbstbestimmtes Leben in einer eigenen Woh- nung. Grundsätze sind Stufenlosigkeit sowie ausrei- chende Durchgangsbreiten und Bewegungsflächen. Als Maßstab gilt die Rollstuhlbefahrbarkeit aller Wohnbereiche. 3. Wohnen im Alter 3.2 Formen des Betreuten Wohnens Die Wohnungen sind auf die Bedürfnisse älterer Men- schen (Größe und Lage) zugeschnitten und in der Re- gel mit einem Aufzug ausgestattet. Meistens wird ein Hausmeister-Service angeboten. „Betreutes Wohnen“ Besonders häufig sind sogenannte Seniorenimmo- bilien, die speziell auf die Bedürfnisse älterer Men- schen ausgerichtet sind. Im Unterschied zu klassi- schen Alten- und Pflegeheimen soll beim „Betreuten Wohnen“ ein weitgehend selbstständiges Leben im eigenen Haushalt ermöglicht werden. Das umfasst eine barrierefreie Wohnung sowie einen breiten Ser- vice aus verschiedenen Grund- und Wahlleistungen. Doch gibt es in diesem Bereich rechtlich noch viel Unsicherheit. Während Pflegeeinrichtungen den Heimgesetzen der Länder unterliegen, gibt es für das „Betreute Woh- nen“ bisher noch keine bundes- oder zivilgesetzli- che Definition. Man sollte deshalb darauf achten, dass die Wohnanlage die Standards der DIN 77800 erfüllt. Diese – nicht rechtsverbindliche – Norm regelt die Anforderungen an die Immobilie sowie den Umfang der gebotenen Betreuungsleistungen. Eine Orientierungshilfe bietet auch das „Qualitätssie- gel „Betreutes Wohnen NRW“. Die Ziele des Quali- tätssiegels sind neben der Definition messbarer Qua- litätskriterien eine Markttransparenz, → Bild Spezielle altersgerechte Wohnanlagen sind auf die Bedürfnisse älterer Menschen zugeschnitten. © RRF - Fotolia

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