Kreis Minden-Lübbecke

49 4. Hilfe, Pflege und Betreuung a) Hilfe und Pflege zu Hause Mobile Hilfen erleichtern den Alltag Älterwerden hat sich verändert – nicht nur, weil un- sere Lebenserwartung von Jahr zu Jahr steigt und über 90-Jährige schon lange keine Seltenheit mehr sind, sondern auch, weil wir länger gesund und agil bleiben. Die meisten älteren Menschen möchten so lange wie möglich selbstständig in den eigenen vier Wän- den leben. Damit dies auch bei altersbedingten Be- einträchtigungen möglich ist, gibt es verschiedene Hilfsangebote. Gerade wenn schon einmal etwas passiert ist, bleibt oft ein ständiges Gefühl der Unsicherheit zurück – auch wenn körperlich längst alles wieder in Ordnung ist. Diese Angst kann das Alltagsleben sehr belasten. Um wieder selbstbewusst und aktiv am Leben teil- nehmen zu können, ist es wichtig, neue Sicherheit zu schaffen. Häufig genügt dafür schon das Gefühl, im Notfall nicht alleine zu sein und schnell Hilfe zu be- kommen. Das kann ein Hausnotruf geben. Der unauf- fällige Sender ist klein wie eine Armbanduhr, leistet aber Großes. Im Haus ist er immer dabei, sogar beim Duschen kann er getragen werde. So kann man je- derzeit per Knopfdruck Hilfe herbeirufen. Die monatlichen Kosten variieren je nach Anbieter, Leistungsumfang und Region; hinzu kommt eine ein- malige Anschlussgebühr. Bei Vorliegen eines Pflege- grades werden die Kosten bis zu einer gewissen Höhe von der Pflegekasse übernommen. Ausführliche In- formationen zu Hausnotrufsystemen erhalten Sie bei den Zentren für Pflegeberatung, den weiteren Bera- tungsstellen (Adressen ab Seite 17) sowie den am- bulanten Pflegediensten (Adressen ab Seite 59) . 4.1 Das Haus-Notruf-System

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